[Blog-FAW] Randnotizen, China in Zeiten der Globalisierung
karsten
karsten at forumarbeitswelten.de
Wed Jun 18 20:17:06 CEST 2025
In dieser Themenzusammenstellung finden sich eher ungewöhnliche
Meldungen jenseits von Erwartungen.
* Die Lebensweise hat sich stark gewandelt in dem Land der Megacities
und einer sich stark ändernden Industrie. In der Jugend entwickeln
sich Gegenstrategien, um dem Arbeitsalltag zu entfliehen, dazu
gehören auch schrille *Jugendsubkulturen*:
https://www.forumarbeitswelten.de/blog/yabi-und-andere-subkulturen/
* *CATL ist der weltgrößte Batteriehersteller* und baut auch in Europa
große Produktionsstätten auf. In Ungarn befürchten die Anwohner
schlimme Folgen für die Umwelt:
https://www.forumarbeitswelten.de/blog/der-chinesische-batterieriese-catl/
* Die Erinnerung an das Tian'anmen-/Massaker vom /4. Juni 1989 soll
nach dem Willen der Chinesischen Regierung getilgt werden. Der
*Arbeiteraktivist Li Wangyang* wollte sich jedoch nicht den Mund
verbieten lassen und zahlte dafür erst mit seiner Freiheit, dann mit
seinem Leben:
https://www.forumarbeitswelten.de/blog/erinnerung-an-den-arbeiteraktivisten-li-wangyang/
* Chinesen suchen ihr Glück und Arbeit auch jenseits von Festlandchina
und so findet man chinesische Arbeitsmigranten in aller Welt. Es
befinden sich auch tausende *Arbeitsmigranten in Israel*, die von
dem *Krieg* mit dem Iran überrascht wurden und sie zu Zeugen der
iranischen Angriffe machte. Sie schildern in Videos ihre Situation:
https://www.forumarbeitswelten.de/blog/chinesische-bauarbeiter-im-krieg/
Aktuelle Meldung: *CLB hat seine Arbeit eingestellt*
Die Zahlen der chinesischen Regierung über die wirtschaftliche
Entwicklung, über den Arbeitsmarkt und über Arbeitskämpfe werden nur
teilweise veröffentlicht und es gibt Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit.
Die Zahlen der in Hongkong ansässigen NGO *China Labour Bulletin* werden
von Gewerkschaftern, Arbeiteraktivisten, wie auch von Wirtschaftsmedien
als alternative Quelle genutzt, obwohl sie kein umfassendes Bild
abgeben. Es werden Informationen über Arbeitskonflikte und -Unfälle
gesammelt und daraus Tendenzen und Annäherungwerte entwickelt, die als
hilfreich bei der Einschätzung der Situation der chinesischen
Arbeitswelt gilt. Die Webseiten des CLB wurden aus dem Netz genommen.
Der Betreiber erklärte, er sei dazu nicht gezwungen worden, es hätten
finanzielle Schwierigkeiten zu der Schließung geführt. Das ganze ist
obskur und wenig glaubhaft.
Wir hoffen, demnächst weitere Informationen über das Ende des *China
Labour Bulletin *zu erhalten, um diese überraschende Sitution bewerten
zu können. Das CLB hatte zwar eine wichtige Rolle gespielt, doch das
Verschwinden dieses Portals ist nicht das Ende der unabhängigen
Informationen über Konflikte und Kämpfe in der Chinesischen
Gesellschaft. Es bestehen andere Quellen und Kanäle, aus der sich Medien
und Arbeiteraktivisten international bedienen und auch im Land selbst
genutzt werden. Trotz der harten Zensur- und Überwachungsmöglichkeiten
gibt es einen Informationsfluß unter Chinesischen Arbeitern.
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